Jobticket

Das Jobticket, auch als Firmenticket oder Jobkarte bekannt, stellt eine attraktive Möglichkeit dar, den Arbeitsweg für Arbeitnehmer kostengünstig und umweltfreundlich zu gestalten. Diese Form der Mobilitätslösung wird von nahezu allen öffentlichen Nahverkehrsbetrieben in Deutschland angeboten und bietet sowohl für Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer zahlreiche Vorteile.

Aktualisiert: November 2023

Autoren: givve® Redaktionsteam

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Jobticket

Was ist ein Jobticket?

Ein Jobticket ist ein Fahrausweis für öffentliche Verkehrsmittel, der von Arbeitgebern für ihre Mitarbeiter ausgestellt wird. Dieser ermöglicht den Mitarbeitern die kostenlose oder vergünstigte Nutzung verschiedener Verkehrsmittel wie Busse, Straßenbahnen, U-Bahnen, Züge und mehr. Große Unternehmen haben oft die Möglichkeit, Mengenrabatte mit den öffentlichen Verkehrsunternehmen zu vereinbaren, was zu kosteneffizienten Lösungen führt.

Die Ausgabe von Jobtickets ist nicht nur eine praktische Möglichkeit für Mitarbeiter, sich kostengünstig fortzubewegen, sondern wird auch als wirksames Instrument im Mitarbeiter-Benefit-Programm und im Employer Branding genutzt. Unternehmen setzen Jobtickets ein, um ihre Attraktivität als Arbeitgeber zu steigern. Durch die Förderung einer umweltfreundlichen und nachhaltigen Mobilität entlastet das Jobticket den Berufsverkehr, und trägt zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes bei.

Die Kosten für das Jobticket werden in vielen Fällen von den Arbeitgebern übernommen, entweder teilweise oder vollständig. Diese Investition in die Mobilität der Mitarbeiter kann die Mitarbeiterzufriedenheit steigern, und Steuervorteile für das Unternehmen mit sich bringen, da die Kosten für Jobtickets oft steuerlich absetzbar sind.

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Wie funktioniert ein Job Ticket?

Die Funktionsweise eines Jobtickets variiert je nach Region, da unterschiedliche öffentliche Verkehrsunternehmen und Regelungen existieren. Die Nutzung eines Jobtickets hängt außerdem von der spezifischen Vereinbarung zwischen dem Arbeitgeber und dem öffentlichen Verkehrsunternehmen ab:

  • Der erste Schritt besteht in der Vereinbarung zwischen dem Arbeitgeber und dem zuständigen öffentlichen Verkehrsunternehmen. Diese Vereinbarung legt die Konditionen und Modalitäten für die Ausgabe von Jobtickets fest.
  • Nach Absprache mit dem Arbeitgeber erhalten die Mitarbeiter entweder eine elektronische oder physische Karte, die es ihnen ermöglicht, bestimmte öffentliche Verkehrsmittel kostenlos oder zu vergünstigten Konditionen zu nutzen.
  • Das Jobticket kann jederzeit genutzt werden, auch an Wochenenden, Urlaubstagen und Feiertagen.
  • Die Kosten für das Jobticket werden in der Regel zwischen dem Arbeitgeber und dem Verkehrsunternehmen aufgeteilt. Es kann jedoch vorkommen, dass Mitarbeiter einen Eigenbeitrag leisten müssen.
  • Firmentickets haben in der Regel eine begrenzte Gültigkeitsdauer und müssen regelmäßig erneuert werden, beispielsweise jährlich.
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Was kostet ein Jobticket?

Die Kosten für ein Jobticket können je nach Unternehmen, Tarifgebiet und gewähltem Tickettyp variieren. Derzeit gilt das Deutschlandticket, als eine sinnvolle Lösung für Jobtickets. Damit belaufen sich die Jobticket Kosten grundlegend auf 49 Euro im Monat. Wie die Jobticket Preise sich dann konkret auf das Unternehmen und die Angestellten aufteilen, kann ganz verschieden sein. Dieses Angebot der Deutschen Bahn bietet eine kostengünstige und flexible Option für den Arbeitsweg und kann eine attraktive Wahl für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sein.

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Wie kann man das Jobticket kündigen?

Die Kündigung eines Jobtickets erfordert einige Schritte und hängt von den individuellen Vereinbarungen zwischen Arbeitgeber und Verkehrsunternehmen ab.

Wenn ein Mitarbeiter das Jobticket kündigen möchte, sollte er zuerst den Arbeitgeber darüber informieren. Dies sollte in der Regel schriftlich erfolgen, um eine klare Dokumentation zu gewährleisten. Es ist wichtig, den Arbeitsvertrag und die darin enthaltenen Regelungen bezüglich des Jobtickets zu überprüfen. Manchmal sind spezifische Kündigungsfristen oder Bedingungen festgelegt.

Wenn das Jobticket direkt mit einem Verkehrsunternehmen abgeschlossen wurde, sollten die Vereinbarungen bezüglich Kündigung und Laufzeit überprüft werden. Die Kündigung sollte auch hier schriftlich vorbereitet werden und alle relevanten Informationen, einschließlich des Kündigungsdatums, enthalten.

Nach der Kündigung sollte das physische Jobticket dem Arbeitgeber oder dem Verkehrsunternehmen zurückgegeben werden, um Missverständnisse zu vermeiden.

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Jobticket verloren – was tun?

Wenn ein Jobticket verloren gegangen ist, sollte man umgehend den eigenen Arbeitgeber darüber informieren. In den meisten Fällen ist eine Beantragung eines neuen Jobtickets erforderlich.

Die genauen Schritte und Anforderungen für die Beantragung eines Ersatz-Jobtickets können von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich sein. Bei der Beantragung eines Ersatz-Jobtickets ist es üblich, dass eine Bearbeitungsgebühr anfällt. Wenn das Jobticket etwa von der Deutschen Bahn ausgestellt wurde, beträgt die Gebühr für ein Ersatz-Jobticket in der Regel 36 Euro. Diese Kosten werden meist dem Mitarbeitenden in Rechnung gestellt.

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Ist ein Jobticket steuerfrei?

Die steuerliche Behandlung von Jobtickets hängt von verschiedenen Faktoren ab. Hier sind einige wichtige Punkte zu berücksichtigen. Wenn der Arbeitgeber die Kosten für das Jobticket ganz oder teilweise übernimmt, entsteht ein geldwerter Vorteil für den Arbeitnehmer.

Monatskarten bis zu einem Wert von 50 Euro pro Monat gelten als steuerfrei. Dieser Betrag wird als Sachbezug betrachtet und unterliegt nicht der Lohnsteuer. Es ist wichtig zu beachten, dass die monatliche Sachbezugsgrenze von 50 Euro nicht auf den Jahresbetrag hochgerechnet werden darf. Ein Jahresticket mit einem höheren Wert als 50 Euro darf nicht einfach monatlich aufgeteilt werden.

Um den geldwerten Vorteil effizient zu nutzen, empfiehlt es sich, Monatskarten als Jobticket zu verwenden. Es funktioniert auch, wenn ein Jahresabo in monatlichen Raten abgebucht wird. Es ist darüber hinaus zu beachten, dass der 50 Euro Sachbezug für alle monatlichen Zuwendungen gilt. Wenn der Mitarbeiter weitere Sachbezüge wie zum Beispiel Tankgutscheine erhält, müssen diese bei der Berechnung berücksichtigt werden.

Die Versteuerung des Jobtickets

Gilt das Deutschlandticket als Jobticket?

Das Deutschlandticket, das bereits als kostengünstige und flexible Option für individuelle Reisende angeboten wird, ist in einigen Fällen auch als Jobticket verfügbar. Dies ermöglicht Arbeitgebern und Arbeitnehmern eine attraktive Möglichkeit, den öffentlichen Nahverkehr für den Arbeitsweg zu nutzen.

Derzeit wird das Deutschlandticket zu einem reduzierten Preis von 49 Euro angeboten und kann somit auch als Jobticket genutzt werden. In diesem Kontext müssen Arbeitgeber mindestens 25% des Ticketpreises pro Ticket und pro Monat übernehmen. Als zusätzlichen Anreiz erhalten Arbeitgeber bis Dezember einen Rabatt von 5% auf den Ticketpreis.

Das Deutschlandticket als Jobticket nutzen

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Kann man mit einem Jobticket jemanden mitnehmen?

Die Regelungen zur Mitnahme von weiteren Personen mit einem Jobticket sind abhängig vom jeweiligen Verkehrsunternehmen und können variieren. In einigen Fällen gibt es jedoch eine spezifische Regelung, die es erlaubt, weitere Personen mit dem Jobticket mitzunehmen.

Diese Mitnahmeregelungen gelten zumeist nur für den öffentlichen Nahverkehr und nicht für den Fernverkehr.

Es ist wichtig zu beachten, dass die genauen Bestimmungen zur Mitnahme von weiteren Personen mit dem Jobticket von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich sein können. Es empfiehlt sich daher, die konkreten Regelungen des jeweiligen Verkehrsunternehmens oder Arbeitgebers zu prüfen, um Missverständnisse zur Jobticket-Mitnahme zu vermeiden.

Das Jobticket der Deutschen Bahn erlaubt es beispielsweise, einen weiteren Erwachsenen und bis zu 3 Kinder (bis 14 Jahre) mitzunehmen.

Ist mit dem Jobticket eine Fahrradmitnahme möglich?

Die Regelungen zur Fahrradmitnahme in Verbindung mit einem Job-Ticket variieren je nach Verkehrsunternehmen und Tarif. In vielen Fällen besteht jedoch die Möglichkeit, anstelle von zusätzlichen Personen Fahrräder mitzunehmen.

Die Fahrradmitnahme mit einem Jobticket ermöglicht es den Mitarbeitenden, ihr Fahrrad in öffentlichen Verkehrsmitteln wie Bussen oder Bahnen mitzuführen. Dies ist besonders praktisch für Pendler, die eine Kombination aus Fahrrad und öffentlichem Nahverkehr für ihren Arbeitsweg nutzen möchten.

Ist ein Firmenticket übertragbar?

Zumeist sind Jobtickets nicht übertragbar, das heißt, sie sind an den Mitarbeiter gebunden, für den sie ausgestellt wurden. Um sicherzustellen, dass das Jobticket nur vom berechtigten Mitarbeiter genutzt wird, ist es häufig erforderlich, einen Ausweis oder ein anderes Identifikationsdokument mit Lichtbild mitzuführen.

Wie gibt man das Jobticket in der Steuererklärung an?

In der deutschen Steuererklärung spielt das Jobticket eine bedeutende Rolle, insbesondere in Zeile 17. Diese Zeile ermöglicht es Arbeitnehmern, die Kosten für ihr Jobticket steuermindernd geltend zu machen. Die Ausweisung des Jobtickets in der Steuererklärung bietet eine Möglichkeit, die finanzielle Belastung durch Pendelkosten zu reduzieren.

Die Eintragung des Jobtickets in Zeile 17 bedeutet, dass Arbeitnehmer die Ausgaben für ihr Jobticket von ihrem zu versteuernden Einkommen abziehen können. Dieser steuermindernde Effekt kann zu einer spürbaren Verringerung der Steuerlast führen. Das Jobticket wird somit als steuerlich relevante Aufwendung anerkannt.

Angenommen, ein Arbeitnehmer hat im Jahr Ausgaben von 1.200 Euro für sein Jobticket. Durch die Eintragung dieser Kosten in Zeile 17 der Steuererklärung kann er einen Teil dieser Ausgaben steuermindernd geltend machen. Bei einem individuellen Steuersatz von beispielsweise 25% bedeutet dies eine potenzielle Steuerersparnis von 300 Euro.

givve Card

Innovative Jobticket Alternative nutzen mit givve®

Die givve® Card ist eine flexible Alternative zum traditionellen Jobticket und ermöglicht Mitarbeitenden, den 50 Euro Sachbezug für verschiedene Zwecke einzusetzen, einschließlich des Arbeitswegs. Anstelle eines festen Jobtickets erhalten die Mitarbeitenden eine givve® Card, die mit einem monatlichen Betrag von 50 Euro aufgeladen wird.

Die givve® Card ist eine Prepaid-Karte. Die Mitarbeitenden können sie je nach gewähltem Setup an allen Akzeptanzstellen einer Region verwenden, die Mastercard akzeptieren, einschließlich öffentlicher Verkehrsmittel, Tankstellen und anderen Geschäften. Das bedeutet, dass sie die Karte nicht nur für den Arbeitsweg, sondern auch für Einkäufe oder andere Ausgaben nutzen können.

Der Vorteil der givve® Card besteht in ihrer Flexibilität. Mitarbeitende können selbst entscheiden, wie sie den Betrag von 50 Euro monatlich einsetzen möchten. Darüber hinaus bietet die givve® Card den Vorteil der einfachen Verwaltung. Die Mitarbeitenden können ihre Ausgaben online verfolgen und erhalten regelmäßige Updates über den verbleibenden Betrag auf ihrer Karte. Die Unternehmen profitieren ebenfalls von der givve® Card, da sie eine praktische Möglichkeit bietet, Sachbezüge bereitzustellen, ohne zusätzlichen administrativen Aufwand.

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Bitte beachten: Wir dürfen keine Rechts- oder Steuerberatung erbringen. Die hier erhaltenen Informationen sind als allgemeine Informationen zu unseren Produkten, givve® Card und givve® Lunch, zu verstehen. Wir bitten Sie, die für Ihre Fragestellungen relevanten Details aus steuerlicher und rechtlicher Sicht von Ihrem Steuer- bzw. Rechtsberater eingehend prüfen zu lassen, um den für Sie bestmögliche Einsatz unserer Produkte sicherzustellen. Wir übernehmen keine Haftung.