Gesundheitsprämie

Die Gesundheitsprämie ist eine Maßnahme, die darauf abzielt, Krankheitstage zu reduzieren und die Anwesenheit von Mitarbeitern zu fördern. Sie bietet finanzielle Anreize, um Fehlzeiten zu minimieren und die Gesundheit der Mitarbeiter zu fördern. Diese Prämie kann sowohl Vorteile als auch Nachteile mit sich bringen.

Aktualisiert: Juli 2024

Autor: Adrian von Nostitz
Prokurist, CMO & CSO bei givve (Upcoop)

Ist seit 13+ Jahren für das B2B-Wachstum im Benefits/Payment Bereich verantwortlich und besitzt ein ausgeprägtes Gespür für Trends sowie die Erschließung neuer Märkte, wie z.B. des Public Sectors. Fokus: Go-to-Market, Revenue & Pricing, GovTech sowie Produktentwicklung. Adrian verfügt insbesondere im Bereich Sachbezug und Sachzuwendungen über große Expertise für rechtssichere Produkte (§ 8 EStG/§ 18a TVöD). Bei givve treibt er die nachhaltige Produktentwicklung auf Basis innovativer datengetriebener Analysen voran und legt großen Wert auf strategische Mitarbeiterführung in seinem Team. Eine kaufmännische Ausbildung und jahrzehntelange Erfahrung im Vertrieb bilden seinen fachlichen Hintergrund.

Was ist die Gesundheitsprämie?

Die Gesundheitsprämie, auch bekannt als Anwesenheitsprämie, ist eine zusätzliche Vergütung, die als Belohnung für Angestellte dient, die regelmäßig zur Arbeit erscheinen oder nur selten krank sind. Ziel dieser Prämie ist es, die Anzahl der Fehltage durch Absentismus zu reduzieren und auch Fehltage zu verringern, die durch übermäßig lange Krankschreibungen entstehen, obwohl die Mitarbeiter früher wieder arbeitsfähig wären.

Gesundheitsprämie

Welche Vorteile bringt die Gesundheitsprämie mit sich?

Die Gesundheitsprämie bietet mehrere Vorteile:

  • Finanzieller Anreiz: Sie motiviert die Angestellten, sich besser um ihre Gesundheit zu kümmern und möglicherweise einen gesünderen Lebensstil zu verfolgen.
  • Belohnung für Mehraufwand: Kollegen, die nie krank sind und im Krankheitsfall als Vertretung einspringen, werden für ihren zusätzlichen Einsatz belohnt.
  • Reduktion von Absentismus: Die Gesundheitsprämie hilft, das „Blau machen“ zu verringern und die Anzahl der Fehltage insgesamt zu senken.

Welche Nachteile bringt die Gesundheitsprämie mit sich?

Trotz der Vorteile bringt die Gesundheitsprämie auch einige Nachteile mit sich:

  • Benachteiligung kranker Mitarbeiter: Mitarbeiter, die krank sind, können sich benachteiligt fühlen, da sie keine Kontrolle über ihre Gesundheit haben, was ihre Motivation senken kann.
  • Krank zur Arbeit: Angestellte könnten trotz Krankheit zur Arbeit kommen, was ihre Produktivität mindert und das Risiko der Ansteckung von Kollegen erhöht.
  • Verlängerte Krankheitsdauer: Durch unzureichende Erholung könnten sich Krankheiten verlängern.
  • Misstrauen: Die Prämie kann den Eindruck erwecken, dass die Geschäftsführung den Angestellten nicht vertraut und die Krankheitstage in Frage stellt.

Wie hoch darf die Gesundheitsprämie sein?

Es gibt keine gesetzlich festgelegte Höchstgrenze für die Gesundheitsprämie, wodurch der Arbeitgeber die Höhe der Prämie frei gestalten kann. In der Praxis fallen die Prämien jedoch meist nicht sehr hoch aus, da bei einer sehr hohen Prämie viele Krankheitstage benötigt würden, bis die Prämie vollständig entfällt. Dadurch könnte der eigentliche Anreiz, Fehlzeiten zu reduzieren, verloren gehen.

Gesundheitsprämie

Welche Maßnahmen passen zu Ihrem Unternehmen? Wir beraten Sie gerne. 

Wie kann die Gesundheitsprämie ausgezahlt werden?

Die Gesundheitsprämie kann entweder als einmalige Bonuszahlung oder monatlich ausgezahlt werden. Grundsätzlich wird sie wie eine Bonuszahlung behandelt und ist somit nicht steuerfrei. Eine steuerfreie Auszahlung ist jedoch möglich, wenn die Prämie monatlich als Sachbezug ausgeschüttet wird. Dabei darf der Sachbezug den Wert von 50€ nicht überschreiten, um steuerfrei zu bleiben.

Wie stark darf die Gesundheitsprämie pro Krankheitstag reduziert werden?

Gesetzlich darf die Kürzung der Prämie pro Krankheitstag höchstens ein Viertel des durchschnittlichen täglichen Arbeitsentgelts im Jahresdurchschnitt betragen. Ein Beispiel zur Verdeutlichung:

  • Jahresgehalt: 50.000€
  • Arbeitstage im Jahr: 210
  • Krankheitstage: 3
  • Gesundheitsprämie pro Jahr: 600€
  • Durchschnittliches tägliches Arbeitsentgelt: 50.000€ : 210 : 4 = 59,52€
  • Kürzung pro Krankheitstag: 59,52€ * 3 = 178,56€
  • Auszahlung der Gesundheitsprämie: 600€ - 178,56€ = 421,44€

Die Gesundheitsprämie als steuerfreier Sachbezug mit der givve® Card

Die givve® Card bietet zahlreiche Vorteile, wenn es um die Auszahlung der Gesundheitsprämie als steuerfreier Sachbezug geht. Mit der givve® Card können Arbeitgeber ihren Mitarbeitern einen steuerfreien Sachbezug bis zu 50€ monatlich gewähren, wodurch die Prämie effektiv und steuerlich vorteilhaft genutzt werden kann.

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Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Gesundheitsprämie eine effektive Maßnahme zur Reduktion von Fehlzeiten und zur Förderung der Mitarbeitergesundheit sein kann. Bei der Umsetzung sind jedoch sowohl die Vorteile als auch die potenziellen Nachteile sorgfältig abzuwägen.

Sie haben noch offene Fragen? Unsere Experten stehen Ihnen unverbindlich und umfassend zur Verfügung, um Sie rund um das Thema Gesundheitsprämie mit der givve® Card zu beraten.

*Bitte beachten Sie: Wir erbringen keine Rechts- oder Steuerberatung. Sollten Sie steuerliche oder rechtliche Fragen zu unseren Produkten haben, empfehlen wir, diese von Ihrem Steuer- bzw. Rechtsberater prüfen zu lassen. Sofern Sie die Produkte von givve für die Erreichung bestimmter steuerlicher und sozialversicherungsrechtlicher Zwecke (z.B. Zuwendung von Sachbezug) nutzen möchten, empfehlen wir zudem, eine Anrufungsauskunft bei dem zuständigen Finanzamt einzuholen. givve übernimmt keine Haftung dafür, dass Sie die beabsichtigten steuerlichen und sozialversicherungsrechtlichen Folgen tatsächlich erreichen.

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