TVöD Entgelt

Das TVöD Entgelt bildet die fundamentale Vergütungsbasis für Millionen Beschäftigte bei Bund und Kommunen (VKA). Arbeitgeber im öffentlichen Dienst müssen im Jahr 2026 sicherstellen, dass ihre Gehaltsabrechnungen exakt den aktuellsten Tabellenwerten und komplexen gesetzlichen Vorgaben entsprechen. Erfahren Sie in diesem Ratgeber, wie Sie als moderne Kommune durch gezielte Anreizsysteme auch im harten Wettbewerb um qualifizierte Talente langfristig attraktiv bleiben.
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Aktualisiert: April 2026

Autor: Adrian von Nostitz
Prokurist, CMO & CSO von givve by Upcoop

Zählt zu den prägenden Führungskräften der deutschen Benefits- und Payment-Branche. Seit über 18 Jahren verantwortet er den Aufbau sowie die Skalierung von Wachstums- und Vertriebsstrukturen in den Bereichen Payments, Employee Benefits und GovTech. Bei givve treibt er seit 2015 als Prokurist sowie Chief Marketing & Sales Officer die strategische Weiterentwicklung des Unternehmens voran, von Go-to-Market und Revenue-Strategien bis hin zur Erschließung neuer Geschäftsfelder im öffentlichen Sektor. Unter seiner Mitverantwortung entwickelte sich givve von einem klassischen B2C-Anbieter zu einer etablierten B2B- und Public-Sector-Plattform. Sein Fokus liegt auf skalierbaren Geschäftsmodellen, datengetriebener Produktstrategie, Pricing, Marktpositionierung sowie dem Aufbau leistungsstarker Teams und Organisationen. Besonders im regulatorisch anspruchsvollen Umfeld von Payments, Sachbezug und digitalen Benefitlösungen verfügt Adrian über tiefgehende Markt- und Umsetzungsexpertise. Sein Hintergrund verbindet operative Vertriebsstärke mit strategischer Unternehmensentwicklung und moderner Führungskultur.

Das Wichtigste zum TVöD Entgelt auf einen Blick:

  • Struktur: Das tarifliche Gehalt basiert auf einer fest definierten Matrix, die sich aus Entgeltgruppen (abhängig von der fachlichen Qualifikation) und Erfahrungsstufen (basierend auf der Dauer der Betriebszugehörigkeit) zusammensetzt.
  • Vielfalt: Neben der allgemeinen Grundtabelle existieren zahlreiche Spezialtabellen für besondere Tätigkeitsbereiche wie die Pflege (TVöD-P), den Sozial- und Erziehungsdienst (TVöD-SuE) oder die Sparkassen (TVöD-S).
  • Zusatzleistungen: Tarifliche Jahressonderzahlungen, leistungsbezogene Entgelte sowie die betriebliche Altersvorsorge (ZVK/VBL) ergänzen das monatliche Tabellenentgelt der Beschäftigten.

Die TVöD Entgelttabellen 2026 im Überblick

Die Entgelttabellen bilden das monatliche Brutto-Tabellenentgelt ab und sind das zentrale Werkzeug für die Personalplanung sowie die korrekte Gehaltsabrechnung im öffentlichen Sektor. Um die Übersichtlichkeit in der Verwaltung zu wahren, sind die Tabellen nach spezifischen Tarifbereichen und Sparten sortiert.

Entgelttabellen für VKA und Bund

Hier werden die allgemeinen Grundtabellen aufgeführt, die als Basis für den Großteil der Verwaltungskräfte auf kommunaler und Bundesebene gelten.

Spezialtabellen für SuE, Pflege, Sparkassen und weitere Bereiche

Da in bestimmten Berufsfeldern besondere Arbeitsbedingungen und Anforderungen herrschen, gelten hier passgenau spezialisierte Entgelttabellen.

Weitere kommunale und Bund-Tarifverträge

Ergänzende Tarifverträge regeln die Vergütung für spezielle Infrastruktur- und Fachbereiche der öffentlichen Daseinsvorsorge.

EGStufe 1Stufe 2Stufe 3Stufe 4Stufe 5Stufe 6
1 - -2604.51
22922.273059.023178.313282.483348.763386.63
33095.473216.193339.273443.473514.693651.77
43314.223469.133604.433718.073824.603997.77
53505.593669.683812.803935.884011.654134.75
63742.593924.874077.934210.504286.284352.58
73988.654180.084343.104485.124579.844674.55
84280.314480.844672.274863.655053.335195.39
94618.935009.055282.915488.945583.645725.69
104911.535360.155693.025915.056113.926255.93
115252.835730.726085.016367.506615.846862.07
125594.196111.106604.507005.537287.887572.11
135984.296569.457135.057588.817916.968245.12
146374.406998.537603.178172.168646.119120.06
156813.227544.648246.818883.089402.589922.08

Entgelttabelle TV-V 2026, +1,25 %
Gültigkeit 01.06.2026 - 31.03.2027

EntgeltgruppeStufe 1Stufe 2Stufe 3Stufe 4Stufe 5Stufe 6
I5722.056046.426278.076679.587158.377355.29
II7552.198185.408741.399065.749382.339698.91
III9459.5610015.5310810.95   
IV11127.5011922.95    

Entgelttabelle TV-Ärzte/VKA 2026, (+2,0 %)
Gültigkeit 01.06.2026 - 31.12.2026

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Welche Entgeltgruppen gibt es im TVöD?

Die Eingruppierung ist das Herzstück der tariflichen Bezahlung im öffentlichen Dienst und richtet sich stets nach der formalen Ausbildung sowie der tatsächlichen Verantwortung der übertragenen Position.

Entgeltgruppe 1 – 4

Dieser Basisbereich umfasst Tätigkeiten, die eine kurze Anlernzeit oder eine einfache, in der Regel zweijährige Berufsausbildung erfordern.

Fachkräfte und Sachbearbeitung: Entgeltgruppe 5 bis 9a

Hier finden sich überwiegend Beschäftigte mit einer abgeschlossenen, mindestens dreijährigen Berufsausbildung, wie etwa klassische Verwaltungsfachangestellte oder qualifizierte Handwerker.

Gehobener Dienst und Spezialisten: Entgeltgruppe 9b bis 12

Diese gehobenen Gruppen setzen in der Regel ein erfolgreich abgeschlossenes Fachhochschulstudium (Bachelor/Diplom-FH) oder eine gleichwertige berufliche Qualifikation voraus.

Führungspositionen und akademische Berufe: Entgeltgruppe 13 bis 15

Die höchsten tariflichen Eingruppierungen sind speziell für Positionen mit einem wissenschaftlichen Hochschulstudium (Master/Diplom-Uni) und einer herausgehobenen Führungs- oder Fachverantwortung vorgesehen.

In welche Erfahrungsstufen wird das Entgelt im TVöD eingeteilt?

Innerhalb jeder Entgeltgruppe sorgen in der Regel sechs Erfahrungsstufen für einen automatisierten Gehaltsanstieg, der die zunehmende Expertise und Routine der Mitarbeitenden finanziell belohnt. Der reguläre Aufstieg in die nächsthöhere Stufe erfolgt nach exakt festgelegten Zeiten ununterbrochener Tätigkeit innerhalb derselben Entgeltgruppe beim selben Arbeitgeber:

  • Stufe 1: Einstiegsstufe bei Neueinstellung (in der Regel ohne einschlägige Berufserfahrung).
  • Stufe 2: Nach einem Jahr in Stufe 1.
  • Stufe 3: Nach zwei Jahren in Stufe 2.
  • Stufe 4: Nach drei Jahren in Stufe 3.
  • Stufe 5: Nach vier Jahren in Stufe 4.
  • Stufe 6: Nach fünf Jahren in Stufe 5.

Wichtig zu wissen: In einigen Spezialtabellen (wie dem TVöD-SuE oder TVöD-S) sowie bei bestimmten Entgeltgruppen können diese standardisierten Intervalle abweichen oder Stufen gänzlich übersprungen werden. Zudem ist eine Verkürzung oder Verlängerung der Stufenlaufzeiten bei deutlich über- oder unterdurchschnittlichen Leistungen der Beschäftigten gemäß der tariflichen Regelungen möglich.

Wie findet man das passende TVöD Entgelt?

Um das korrekte Entgelt für eine Position zweifelsfrei zu bestimmen, ist ein systematisches Vorgehen in der Personalabteilung essenziell, um teure Verwechslungen zwischen den verschiedenen Tarifbereichen zu vermeiden.

  • Schritt 1: Klären Sie den genauen Tarifbereich (Bund oder VKA) und prüfen Sie gewissenhaft, ob eine der Spezialtabellen (z. B. SuE oder Pflege) Anwendung findet.
  • Schritt 2: Bestimmen Sie die korrekte Entgeltgruppe anhand der detaillierten Stellenbeschreibung und der tatsächlich ausgeübten Tätigkeit laut der offiziellen Entgeltordnung.
  • Schritt 3: Ermitteln Sie die entsprechende Erfahrungsstufe (1-6) basierend auf der bisherigen einschlägigen Berufserfahrung und eventuell anerkennungsfähigen Vorzeiten bei anderen Arbeitgebern.
  • Schritt 4: Lesen Sie den finalen Bruttowert an der Schnittstelle von Entgeltgruppe und Stufe in der passenden und aktuellen Entgelttabelle für 2026 ab.

Wie setzt sich das Entgelt im öffentlichen Dienst zusammen?

Das Gesamtgehalt im TVöD ist modular aufgebaut und besteht neben dem festen Tabellenentgelt aus verschiedenen variablen und ergänzenden Gehaltsbestandteilen.

  • Jahressonderzahlung: Ein wichtiger finanzieller Faktor ist das sogenannte „Weihnachtsgeld“, dessen exakte Höhe sich prozentual nach der jeweiligen Entgeltgruppe des Mitarbeiters richtet.
  • Zulagen und Zuschläge: Je nach spezifischem Tätigkeitsbereich werden Erschwerniszulagen, Schichtzulagen oder Überstundenzuschläge gezahlt, die das monatliche Bruttoeinkommen spürbar erhöhen.
  • Betriebliche Altersvorsorge: Ein Teil des Entgelts fließt als obligatorischer Arbeitgeberanteil in die Zusatzversorgungskassen (z. B. VBL oder ZVK), um die spätere Rente der Beschäftigten abzusichern.
  • Vermögenswirksame Leistungen (VWL): Beschäftigte im öffentlichen Dienst haben zudem einen tariflichen Anspruch auf einen monatlichen Arbeitgeberzuschuss für private Sparverträge.

Leistungsorientiertes Entgelt und das alternative System nach § 18a TVöD

Gemäß § 18 TVöD kann ein definierter Teil des Entgelts leistungsabhängig gezahlt werden, um besondere berufliche Erfolge und das Engagement der Beschäftigten direkt finanziell zu würdigen. Der fortschrittliche § 18a TVöD VKA eröffnet Kommunen zudem seit der Tarifrunde 2020 die spannende Möglichkeit, dieses Leistungsentgelt in alternative, zeitgemäße Anreizsysteme umzuwandeln. Statt einer reinen, oft stark versteuerten Einmalzahlung können Kommunen das vorhandene Budget für nachhaltige Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitsplatzkultur oder für die Gesundheitsförderung nutzen. Auch die Gewährung von attraktiven Sachleistungen ist unter diesem Paragraphen rechtlich einwandfrei möglich, was eine wesentlich flexiblere Gestaltung der Vergütung erlaubt. Dieses alternative System bietet Kommunen die einmalige Chance, die Motivation im Team massiv zu steigern, indem individuelle Bedürfnisse der Belegschaft deutlich besser berücksichtigt werden.

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Warum sollten Kommunen das TVöD Entgelt mit modernen Benefits ergänzen?

Da die Tarifgehälter starr festgeschrieben sind und wenig Verhandlungsspielraum bieten, ist die Netto-Optimierung über steuerfreie Benefits ein entscheidender Faktor im intensiven Wettbewerb um Fachkräfte. Moderne Corporate Benefits kompensieren die oft höheren Gehaltsstrukturen in der Privatwirtschaft, ohne die Lohnnebenkosten der Kommune übermäßig zu belasten. Solche gezielten Zusatzleistungen steigern die Attraktivität als Arbeitgeber nachhaltig (Employer Branding) und modernisieren das oft verstaubte Image des öffentlichen Dienstes. Durch die direkte Erhöhung der Kaufkraft - beispielsweise durch Essenszuschüsse oder den steuerfreien Sachbezug - spüren Mitarbeitende eine unmittelbare, monatliche Wertschätzung ihrer täglichen Arbeit. Dies fördert die langfristige Mitarbeiterbindung und senkt die Fluktuation in systemkritischen Bereichen wie der Verwaltung oder der Pflege erheblich.

Wie kann man das TVöD Entgelt mit givve optimieren?

Die smarte givve Card ermöglicht Kommunen eine 100 % rechtssichere Umsetzung von Sachbezügen (wie der 50-Euro-Freigrenze), die perfekt auf die strengen Compliance-Anforderungen des öffentlichen Sektors passt. Durch die konsequente Automatisierung der Benefit-Verwaltung entlasten Sie Ihre Personalabteilung vollständig von der mühsamen, manuellen Belegprüfung und Zettelwirtschaft. Die Karte ist konform mit den Anforderungen des Zahlungsdiensteaufsichtsgesetzes (ZAG) und den strengen Richtlinien der Finanzbehörden für den öffentlichen Dienst. 

Dank eines intuitiven Firmenportals behalten Kommunen zudem jederzeit den vollen Überblick über alle ausgegebenen Leistungen und zugewiesenen Budgets. Springen Sie auf den Zug der digitalen, flexiblen Benefits auf und werden Sie zum Vorreiter als moderner Arbeitgeber mit givve!

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Häufige Fragen zum TVöD Entgelt

Der TVöD Bund gilt ausschließlich für die Beschäftigten der Bundesverwaltung und der Bundesbetriebe, während der TVöD VKA für die Mitarbeitenden in kommunalen Verwaltungen und Eigenbetrieben (Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände) Anwendung findet. Obwohl beide Tarifverträge in ihrer Struktur sehr ähnlich sind, gibt es relevante Unterschiede bei den exakten Tabellenwerten, der Höhe der Jahressonderzahlung und teilweise bei den wöchentlichen Arbeitszeiten (z. B. 39 Stunden bei der VKA vs. 39 Stunden beim Bund im Westen). Auch bei den spezifischen Zulagenregelungen und den Eingruppierungsmerkmalen können regionale oder spartenspezifische Besonderheiten innerhalb der Kommunen auftreten.

Werden Sie in eine höhere Entgeltgruppe befördert, erfolgt die Zuordnung laut Tarifvertrag in der Regel so, dass Sie mindestens Ihr bisheriges Gehalt behalten (betragsmäßige Zuordnung). Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass die Laufzeit in der neuen Erfahrungsstufe oft wieder von vorn beginnt, was bei der langfristigen Karriereplanung im öffentlichen Dienst unbedingt berücksichtigt werden sollte. Seit den letzten weitreichenden Tarifanpassungen gibt es glücklicherweise Mechanismen, die verlässlich sicherstellen, dass eine Höhergruppierung für den Beschäftigten immer einen spürbaren finanziellen Vorteil mit sich bringt.

Ja, zusätzlich zum festen tariflichen Tabellenentgelt können auch Arbeitgeber im öffentlichen Dienst von gesetzlichen Vorteilen wie der 50-Euro-Freigrenze für Sachbezüge profitieren. Diese Leistungen müssen zwingend zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Lohn gewährt werden und dürfen unter keinen Umständen direkt mit dem Tabellenentgelt verrechnet werden (Umwandlungsverbot). Solche finanziellen Extras sind für die Belegschaft besonders attraktiv, da sie für den Mitarbeiter effektiv „Netto wie Brutto“ auf einer modernen Bezahlkarte wie der givve Card ankommen.

Kommunen haben die Möglichkeit, das vorgesehene Budget für klassische Leistungsentgelte (§ 18 TVöD) per interner Dienstvereinbarung rechtssicher in alternative Leistungen wie Sachbezüge oder Maßnahmen zur Gesundheitsförderung umzuwandeln. Dies ermöglicht es der Verwaltung, anstelle einer kleinen, oftmals stark versteuerten Einmalzahlung am Jahresende, monatlich hochattraktive Benefits (z. B. Tankgutscheine oder digitale Essenszuschüsse) bereitzustellen. Diese innovative Form der Entgeltoptimierung ist ein extrem starkes Instrument für das kommunale Employer Branding, um sich als moderner, wertschätzender Arbeitgeber erfolgreich gegenüber der Privatwirtschaft zu positionieren.

*Bitte beachten Sie: Wir erbringen keine Rechts- oder Steuerberatung. Sollten Sie steuerliche oder rechtliche Fragen zu unseren Produkten haben, empfehlen wir, diese von Ihrem Steuer- bzw. Rechtsberater prüfen zu lassen. Sofern Sie die Produkte von givve für die Erreichung bestimmter steuerlicher und sozialversicherungsrechtlicher Zwecke (z.B. Zuwendung von Sachbezug) nutzen möchten, empfehlen wir zudem, eine Anrufungsauskunft bei dem zuständigen Finanzamt einzuholen. givve übernimmt keine Haftung dafür, dass Sie die beabsichtigten steuerlichen und sozialversicherungsrechtlichen Folgen tatsächlich erreichen.

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