Entgelt TVöD

TVöD steht für Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst. Dieser regelt das Entgelt für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst in Deutschland.
Erfahren Sie hier mehr über die verschiedenen Entgelttabellen, Erfahrungsstufen und mehr!

Aktualisiert: Januar 2026

Autor: Adrian von Nostitz
Prokurist, CMO & CSO bei givve (Upcoop)

Ist seit 13+ Jahren für das B2B-Wachstum im Benefits/Payment Bereich verantwortlich und besitzt ein ausgeprägtes Gespür für Trends sowie die Erschließung neuer Märkte, wie z.B. des Public Sectors. Fokus: Go-to-Market, Revenue & Pricing, GovTech sowie Produktentwicklung. Adrian verfügt insbesondere im Bereich Sachbezug und Sachzuwendungen über große Expertise für rechtssichere Produkte (§ 8 EStG/§ 18a TVöD). Bei givve treibt er die nachhaltige Produktentwicklung auf Basis innovativer datengetriebener Analysen voran und legt großen Wert auf strategische Mitarbeiterführung in seinem Team. Eine kaufmännische Ausbildung und jahrzehntelange Erfahrung im Vertrieb bilden seinen fachlichen Hintergrund.

Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Das TVöD-Entgelt wird über Entgelttabellen geregelt: Wie hoch die Bezahlung im öffentlichen Dienst ausfällt, richtet sich nach der jeweils gültigen Tabelle. Welche Entgelttabelle für Sie gilt, hängt dabei vom Arbeitgeberbereich ab - zum Beispiel Bund oder kommunaler Bereich (VKA). Grundlage für die konkrete Höhe sind vor allem Entgeltgruppe und Erfahrungsstufe, die sich an Tätigkeit und Berufserfahrung orientieren.
  • Wichtig ist außerdem: Das Entgelt besteht oft aus mehreren Bestandteilen. Neben dem Tabellenentgelt können je nach Tarifbereich und individueller Situation weitere Komponenten hinzukommen, etwa JahressonderzahlungLeistungsentgelt sowie Zulagen oder Zuschläge. Höhe und Anspruch hängen unter anderem von Tarifbereich, Tätigkeit und Arbeitszeitmodell ab - dadurch kann das tatsächliche Monatsentgelt vom reinen Tabellenwert abweichen.
  • Auch die Tarifrunde 2025 wirkt sich direkt auf die Tabellenwerte aus: Es wurde eine zweistufige Entgelterhöhung beschlossen. Seit dem 01.04.2025 steigen die Entgelte um 3,0 Prozent, mindestens jedoch um 110 Euro. Eine weitere Erhöhung folgt ab dem 01.05.2026 um 2,8 Prozent.

Die Ergebnisse der Tarifrunde TVöD 2025

Der Tarifabschluss der TVöD-Tarifrunde 2025 gilt für Beschäftigte bei Bund und Kommunen (VKA) und umfasst damit auch viele Bereiche und Sparten - einschließlich des Sozial- und Erziehungsdienstes (SuE). Zentraler Bestandteil ist eine Entgelterhöhung in zwei Stufen, die in den Entgelttabellen abgebildet wird:

  • Stufe 1: ab 01.04.2025 + 3,0 %, mindestens 110 Euro monatlich
  • Stufe 2: ab 01.05.2026 + 2,8 %

Der Abschluss hat eine Laufzeit von 27 Monaten und läuft damit mindestens bis zum 30.04.2026 - entsprechend gelten die Tabellenwerte 2025 bis Ende April 2026. Neben den reinen Entgelterhöhungen enthält die Einigung auch qualitative Elemente, etwa Anpassungen bei Zulagen (z. B. für Schicht-/Wechselschichtarbeit) sowie Veränderungen bei Sonderzahlungen wie der Jahressonderzahlung - ohne dass hierfür arbeitszeitrechtliche Details im Vordergrund stehen müssen.

Welche Tabellen gibt es für das TVöD Entgelt?

Der TVöD gilt für Beschäftigte im öffentlichen Dienst. Er gilt nicht nur für Beamte, sondern auch für angestellte Mitarbeiter. Neben dem Gehalt regelt er auch den Vertragsschluss, allgemeine Arbeitsbedingungen, Arbeitszeit, Sozialbezüge, Zulagen, Urlaub usw.

Im Grunde gibt es dabei zwei Ausführungen des TVöD:

  1. TVöD-Bund für Beschäftigte im Bund (Bundesverwaltung) - Dieser Tarifvertrag gilt für Beschäftigte im Bereich der Bundesverwaltung.
  2. TVöD-VKA (Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände) – Dieser Tarifvertrag gilt für kommunale Beschäftigte, also Städte, Gemeinden und Landkreise.

Beschäftigte der Bundesländer werden nicht nach TVöD bezahlt, sondern nach TV-L (Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder).

Zudem gibt es einige spartenspezifische Tarifverträge im öffentlichen Dienst für einige Berufsgruppen im öffentlichen Dienst:

  • TVöD-SuE (Sozial- und Erziehungsdienst)
  • TVöD-P (Pflegepersonal)
  • TVöD-S (Sparkassen)
  • TVöD-E (Entsorgung)
  • TVöD-F (Flughäfen)
  • TVöD-V (Verwaltung)

Weitere kommunale Tarifverträge sind:

  • TV-N (Nahverkehr)
  • TV-V (Versorgungsbetriebe)
  • TV-Ärzte (Ärzte an kommunalen Krankenhäusern)

Zudem gibt es noch den TV-Autobahn als zusätzliche Tarifvertrag des Bundes.

 

Entgelttabelle TVÖD VKA 2026

Entgelttabelle TVÖD Bund 2026

Entgelttabelle TVÖD SuE 2026

Entgelttabelle TVÖD-P 2026

Entgelttabelle TVÖD-S 2026

Entgelttabelle TVÖD E 2026

Entgelttabelle TVÖD F 2026

Entgelttabelle TVöD V 2026

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Welche Entgeltgruppen gibt es im TVöD?

Im TVöD (Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst) gibt es insgesamt 15 Entgeltgruppen, die die Grundlage für die Einstufung und die Höhe des Entgelts der Beschäftigten im öffentlichen Dienst bilden. Jede Entgeltgruppe hat in der Regel sechs Erfahrungsstufen. Die Einteilung in die entsprechende Entgeltgruppe erfolgt auf der Grundlage der Entgeltordnung, die im Tarifvertrag festgelegt ist:

Entgeltgruppe 1 – 4

Diese Entgeltgruppen sind in der Regel für Tätigkeiten vorgesehen, die als einfach oder für An- und Ungelernte angesehen werden.

Entgeltgruppe 5 - 9a

Beschäftigte in diesen Entgeltgruppen verfügen in der Regel über eine Ausbildung von mindestens zwei bis drei Jahren. 

Entgeltgruppe 9b – 12

In diesen Entgeltgruppen werden Beschäftigte mit einem Bachelor- oder Fachhochschulabschluss eingeordnet. 

Entgeltgruppe 13 – 15

Beschäftigte in diesen Entgeltgruppen verfügen in der Regel über ein wissenschaftliches Hochschulstudium mit einem Masterabschluss. Es handelt sich um hochqualifizierte Positionen, die oft mit Forschung, Lehre oder Managementaufgaben in Verbindung stehen.

In welche Erfahrungsstufen wird das Entgelt im TVöD eingeteilt?

Jede Entgeltgruppe hat jeweils 6 Erfahrungsstufen. Je mehr Berufserfahrung man hast, desto höher wird man eingestuft und erhält somit mehr Entgelt im öffentlichen Dienst. Je länger man arbeitet, desto höher steigt man mit der Zeit auf.

Die Zeit zur nächsten Stufe kann unter gewissen Umständen verkürzt werden, z. B., wenn gewisse Leistungskriterien erfüllt werden oder um Personalbedarf zu decken:

  • Erfahrungsstufe 1: keine Berufserfahrung im entsprechenden Gebiet
  • Erfahrungsstufe 2: nach 1 Jahr
  • Erfahrungsstufe 3: nach 3 Jahren
  • Erfahrungsstufe 4: nach 6 Jahren
  • Erfahrungsstufe 5: nach 10 Jahren
  • Erfahrungsstufe 6: nach 15 Jahren

Wie setzt sich das Entgelt im öffentlichen Dienst zusammen?

Im öffentlichen Dienst setzt sich das Entgelt aus verschiedenen Komponenten zusammen, die über die Grundgehälter hinausgehen. Zusätzlich zum regulären Gehalt kann man im öffentlichen Dienst weitere TVöD Sonderzahlungen erhalten.

Jährlich erhält man die Jahressonderzahlung, welche Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld enthält. Zudem kann man Leistungsprämien im TVöD und sonstige Sonderzahlungen, wie z. B. die Inflationsprämie erhalten.

Abschließend gibt es die Möglichkeit weitere Benefits im Rahmen des alternativen Entgelt- bzw. Anreizsystems zu erhalten – diese Möglichkeit ist im §18a TVöD VKA geregelt.

 

So finden Sie schnell Ihr passendes Entgelt im TVöD

Um Ihr TVöD-Entgelt schnell einzuordnen, gehen Sie am besten Schritt für Schritt vor. So vermeiden Sie Verwechslungen zwischen Tarifbereichen, Tabellen und Einstufungen:

  • Schritt 1: Tarifbereich klären. Prüfen Sie zunächst, ob für Sie der Tarifbereich Bund oder VKA gilt. Je nach Tätigkeit können außerdem spezielle Spartentabellen relevant sein, zum Beispiel SuE, P, S, E, F oder V.
  • Schritt 2: Entgeltgruppe bestimmen. Leiten Sie die passende Entgeltgruppe aus Ihrer Stellenbeschreibung ab und gleichen Sie diese mit der TVöD-Entgeltordnung ab. Entscheidend ist dabei die tatsächlich ausgeübte Tätigkeit.
  • Schritt 3: Erfahrungsstufe prüfen. Die Stufenzuordnung erfolgt in der Regel anhand Ihrer einschlägigen Berufserfahrung. Je nach Fall können auch Vorzeiten anerkannt werden, was sich direkt auf die Einstufung auswirkt.
  • Schritt 4: Tabelle aufrufen und Tabellenentgelt ablesen. Sobald Entgeltgruppe und Stufe feststehen, rufen Sie die passende Tabelle auf und lesen den Wert an der Schnittstelle von Entgeltgruppe + Stufe ab - das ist Ihr Tabellenentgelt.

Wichtig: Für die Gesamtbetrachtung sollten Sie zusätzlich mögliche Zulagen, Zuschläge und Sonderzahlungen berücksichtigen, da diese das tatsächliche Monatsentgelt über den Tabellenwert hinaus erhöhen können.

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TVöD Entgelt optimieren mit givve

Die Nutzung von givve Produkten kann dazu beitragen, das Entgelt im öffentlichen Dienst, insbesondere im Rahmen des TVöD, zu optimieren und bietet sowohl Arbeitgebern als auch Arbeitnehmern zahlreiche Vorteile. 

givve bietet Sachbezug-Lösungen, die es Arbeitgebern ermöglichen, ihren Beschäftigten Sachleistungen zukommen zu lassen. Der Sachbezug ist unter bestimmten Voraussetzungen steuerfrei. Die givve Produkte ermöglichen es Arbeitgebern auch, ihren Mitarbeitern Prepaid-Karten zur Verfügung zu stellen, die sie für Einkäufe, wie Lebensmittel, Tanken, Drogerien, Baumärkte, etc., verwenden können. 

Durch das Angebot können Arbeitgeber flexible Vergütungspakete anbieten, die den individuellen Bedürfnissen ihrer Mitarbeiter besser entsprechen. Arbeitgeber, die unsere Lösungen einsetzen, sind oft attraktiver für potenzielle Mitarbeiter, da sie zusätzliche Leistungen und Vergünstigungen offerieren. 

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Was zeichnet givve aus?

Die givve Card kann innerhalb einer gewählten Region bei allen Mastercard-Akzeptanzstellen genutzt werden, was Mitarbeitern eine vielfältige Auswahl bietet. Die Implementierung der givve Lösungen ist unkompliziert und kann nahtlos in bestehende Prozesse integriert werden.

Arbeitgeber haben Zugriff auf eine Online-Plattform, über die sie die Prämien verwalten und individuell anpassen können. Auch die Vorteile für Arbeitgeber und Arbeitnehmer im öffentlichen Dienst sind vielfältig. Arbeitgeber profitieren von einer effizienten und zeitgemäßen Möglichkeit, Mitarbeiter zu motivieren und deren Engagement zu steigern. Die Prämienvergabe wird vereinfacht, und die individuelle Anerkennung führt zu einer positiven Arbeitsatmosphäre.

 

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Häufig gestellte Fragen zum Entgelt TVöD

Das hängt davon ab, ob Sie beim Bund oder bei einem kommunalen Arbeitgeber (VKA) beschäftigt sind. Zusätzlich gibt es Spartentabellen, zum Beispiel für den Sozial- und Erziehungsdienst oder den Pflegebereich. In der Regel finden Sie den gültigen Tarifbereich im Arbeitsvertrag oder erhalten die Information direkt von der Personalstelle.

Ab dem 01.04.2025 steigen die Entgelte um 3,0 Prozent, mindestens jedoch um 110 Euro pro Monat. Ab dem 01.05.2026 folgt eine weitere Erhöhung um 2,8 Prozent. Insgesamt ergibt sich damit über die Laufzeit des Abschlusses ein spürbarer Entgeltzuwachs.

Die Tabellenwerte 2025 gelten seit dem 01.04.2025. Sie laufen bis zum 30.04.2026, danach greifen die nächsten Werte aus der zweiten Tarifstufe. Damit sind die Tabellen 2025 die verbindliche Grundlage für das laufende Jahr.

Die Eingruppierung richtet sich nach Ihrer Tätigkeit und den Merkmalen der TVöD-Entgeltordnung. Daraus ergibt sich die Entgeltgruppe, zum Beispiel E 6 oder E 10. Die Personalstelle ordnet die Stelle anhand der Aufgaben offiziell zu.

Jede Entgeltgruppe ist in der Regel in bis zu sechs Stufen unterteilt. Mit zunehmender Berufserfahrung steigen Sie nach festgelegten Zeiten in höhere Stufen auf. Dadurch erhöht sich Ihr Tabellenentgelt auch ohne Änderung der Entgeltgruppe.

Ihr Tabellenentgelt richtet sich nach Entgeltgruppe und Stufe. Zusätzlich können zum Beispiel JahressonderzahlungLeistungsentgelt sowie Zulagen oder Zuschläge hinzukommen. Welche Bestandteile Sie erhalten, hängt von Tarifbereich, Tätigkeit und Arbeitszeitmodell ab.

*Bitte beachten Sie: Wir erbringen keine Rechts- oder Steuerberatung. Sollten Sie steuerliche oder rechtliche Fragen zu unseren Produkten haben, empfehlen wir, diese von Ihrem Steuer- bzw. Rechtsberater prüfen zu lassen. Sofern Sie die Produkte von givve für die Erreichung bestimmter steuerlicher und sozialversicherungsrechtlicher Zwecke (z.B. Zuwendung von Sachbezug) nutzen möchten, empfehlen wir zudem, eine Anrufungsauskunft bei dem zuständigen Finanzamt einzuholen. givve übernimmt keine Haftung dafür, dass Sie die beabsichtigten steuerlichen und sozialversicherungsrechtlichen Folgen tatsächlich erreichen.

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