Bezahlkarten

In der aktuellen Debatte über Migrationspolitik rückt ein kontroverses Thema in den Fokus: Sollten Geflüchtete statt Bargeld Sachleistungen in Form von Bezahlkarten erhalten? Diese Diskussionsgrundlage wirft wichtige Fragen auf, darunter die Nutzungsmöglichkeiten, das Risiko und die Massentauglichkeit solcher Bezahlkarten. Erfahren Sie, wie Sie Bezahlkarten flexibel, risikofrei und einheitlich nutzen können!

Aktualisiert: Februar 2024

Autor: Adrian von Nostitz
CMO & CSO

Verfügt insbesondere im Bereich Sachbezug und Sachzuwendungen über große Expertise. Strategische Mitarbeiterführung ist ihm besonders wichtig. Mit einem ausgeprägten Gespür für Trends und neue Geschäftsfelder hat er z.B. gemeinsam mit einem Beraterteam den Bereich öffentlicher Sektor bei givve® aufgebaut.

Was sind Bezahlkarten?

Bezahlkarten sind Prepaidkarten, was bedeutet, dass sie vor der Nutzung mit einem bestimmten Geldbetrag aufgeladen werden müssen. Diese Aufladung ermöglicht es dem Karteninhaber, die Karte flexibel zu verwenden, ohne auf ein Bankkonto angewiesen zu sein.

Bezahlkarten bieten eine Vielzahl von Anwendungsbereichen. Der aufgeladene Betrag kann für verschiedene Ausgaben genutzt werden:

  • Lebensmittelkäufe
  • Tankstellenbesuche
  • Einkäufe in Drogerien
  • In Baumärkten und vieles mehr

Diese Flexibilität macht sie zu einem vielseitigen Instrument für den täglichen Bedarf. Diskutiert wird außerdem die Option, einen Teilbetrag in bar als Taschengeld abheben zu können, um im Bedarfsfall auch Barzahlungen zu ermöglichen wie z.B. bei der Nutzung von Getränkeautomaten oder öffentlichen Toiletten.

Die Verwendung von Bezahlkarten ermöglicht Transparenz über die Ausgaben, da nur der vorab aufgeladene Betrag verfügbar ist. Die Karten können theoretisch sowohl online als auch offline genutzt werden, was sie zu einer bequemen Zahlungsmethode in verschiedenen Situationen macht. 

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Warum wird die Umstellung von Geldleistungen auf Bezahlkarten diskutiert?

Die Diskussion um die Umstellung von Geldleistungen auf Bezahlkarten in der Migrationspolitik ist durch verschiedene Faktoren motiviert, die mit den vermeintlichen Risiken von Bargeldzahlungen in Verbindung stehen.

  • Die Einführung von Bezahlkarten kann den Verwaltungsaufwand der Behörde um ein Vielfaches minimieren, da die Auszahlung der Leistungen automatisch und elektronisch erfolgen kann, somit die persönliche Abholung durch die Leistungsempfänger nicht mehr notwendig ist.
  • Bargeldzahlungen können verschiedene Risiken mit sich bringen, darunter die Gefahr von Diebstahl, Verlust oder Missbrauch. 
  • Es gibt auch Bedenken darüber, dass das ausgezahlte Bargeld für Zwecke verwendet werden könne, für die es nicht vorgesehen ist. Dies könne dazu führen, dass die finanziellen Mittel nicht effektiv für die grundlegenden Bedürfnisse der Geflüchteten eingesetzt werden.
  • Andererseits könne die Dispositionsfreiheit der Asylsuchenden durch Bezahlkarten eingeschränkt werden, wenn kein zusätzlicher Bargeldbezug (z.B. durch Abhebung am Geldautomat) möglich ist.
  • Durch die Begrenzung auf den vorab geladenen Betrag und die gezielte Verwendungsmöglichkeit von Bezahlkarten in bestimmten Geschäften könne eine effektivere Unterstützung der Geflüchteten ermöglicht werden.
  • Die Einführung von Bezahlkarten für Leistungsempfänger erfordert in der Regel eine Ausschreibung. Mehr dazu erfahren Sie im Whitepaper zum Thema Ausschreibung Bezahlkarte.

Welche Leistungen erhalten Geflüchtete derzeit?

Die Basis für die Leistungen an Geflüchtete bildet das Asylbewerberleistungsgesetz. Dieses Gesetz regelt den Anspruch von Asylsuchenden auf soziale Unterstützung und legt die Rahmenbedingungen für die Leistungsgewährung fest.

Die Höhe der Leistungen orientiert sich am Bedarf von deutschen Staatsbürgern und ist dabei abhängig von verschiedenen Faktoren wie dem Alter und der Lebenssituation der Asylbewerber. Bei der Erstaufnahme erhalten Asylsuchende in der Regel ein Taschengeld für ihren persönlichen Bedarf. Dieser Betrag beträgt derzeit 204 €.

Leistungshöhen für verschiedene Gruppen:

  • Alleinstehende Geflüchtete: bis zu 460 €
  • Paare/Erwachsene in einem gemeinsamen Haushalt: bis zu 413 €

Die genauen Beträge können je nach Altersgruppe, Familienstand und Unterbringungssituation variieren. Wenn der Aufenthalt länger als 18 Monate dauert, können die Leistungssätze erhöht werden. Dies berücksichtigt die potenziell gestiegenen Bedürfnisse der Asylsuchenden bei einem längeren Verbleib in Deutschland.

Schnelle und einheitliche Lösung mit der Bezahlkarte von givve®.

Wie können die givve® Bezahlkarten Abhilfe schaffen?

Die givve® Bezahlkarten bieten eine innovative Lösung, um die Herausforderungen bei der Unterstützung von Asylbewerbern und Leistungsempfängern zu bewältigen. Hier sind einige Vorteile, die die givve® Card bieten kann:

Flexible Flexible symbol

Vielseitige Einstellungsmöglichkeiten

Die givve® Bezahlkarten ermöglichen eine flexible Einstellung der Nutzungsbereiche, bundesweit in ganz Deutschland oder sei es bei Bedarf regional auf Landkreis-, Gemeindeebene oder für einzelne Bundesländer. Dadurch kann die Karte gezielt an die Bedürfnisse und Gegebenheiten vor Ort angepasst werden.

Company Company symbol

Unabhängigkeit von Bankkonto und festem Wohnsitz

Anders als traditionelle Zahlungsmittel erfordern givve® Bezahlkarten weder ein Bankkonto noch einen festen Wohnsitz. Dies erleichtert die Nutzung für Asylbewerber und Leistungsempfänger, die möglicherweise keine stabilen finanziellen oder wohnlichen Verhältnisse haben.

Spare Spare symbol

Übersicht, Ansparen & Bargeldauszahlung

Einsicht von Guthaben und Transaktionen per App oder Webportal (24/7) sowie Möglichkeit zum Ansparen von Beträgen auf der Karte, schafft finanzielle Planbarkeit. Bargeldabhebung und Online-Zahlungen sind möglich.

Unlimited Unlimited symbol

Zeitersparnis

Die Bezahlkarten von givve® reduzieren den administrativen Aufwand für Leistungsempfänger erheblich. Sie müssen nicht mehr zeitaufwendig zu Ämtern fahren und dort in Warteschlangen stehen, um Bargeldleistungen zu erhalten.

User User symbol

Neutrale Karte ohne Stigmatisierung

Die givve® Bezahlkarten sind neutral und geben keine Hinweise auf Sozialhilfe oder Unterstützungsleistungen. Dadurch kann die Integration gefördert werden.

givve® card givve® card symbol

Flexibilität bei Mastercard-Akzeptanzstellen

Die Karten können flexibel bei allen Mastercard-Akzeptanzstellen im ausgewählten Einzugsbereich genutzt werden, was die persönliche Lebensgestaltung und freie Entscheidung fördert.

Bezahlkarten sicher und einfach nutzen mit givve®

Die Nutzung von Bezahlkarten wie givve® bietet eine sichere und unkomplizierte Lösung für die Unterstützung von Asylbewerbern und Leistungsempfängern. Die Bezahlkarte setzt auf eine hohe Flexibilität, hat ein geringes Risiko und ist einfach in der Nutzung. Die Guthabenkarte kann dazu genutzt werden Asylbewerber in allen Phasen optimal zu unterstützen. Insbesondere während eines bestehenden Arbeitsverbots kann die Prepaidkarte finanzielle Stabilität sichern, ohne, dass ein Stigma daran hängt.

Wir haben Ihr Interesse geweckt? Wir beraten Sie gern unverbindlich zu unseren Bezahlkarten!

Bezahlkarte

90% Aufwand einsparen? Kontaktieren Sie uns!

Das Einführen einer Bezahlkarte für Leistungsempfänger im öffentlichen Sektor erfordert in der Regel eine Ausschreibung. Wir bieten Ihnen hier als Orientierungshilfe ein kostenloses Whitepaper zum Thema Ausschreibung an, mit der Sie ca. 90% des Aufwandes bei der Vorbereitung der Vergabe einsparen. Darin führen wir Sie durch die Phasen einer Ausschreibung und geben Ihnen hilfreiche Tipps, wie Sie Zeit und Ressourcen bei der Umsetzung sparen. 

Bitte beachten: Wir dürfen keine Rechts- oder Steuerberatung erbringen. Die hier erhaltenen Informationen sind als allgemeine Informationen zu unseren Produkten, givve® Card und givve® Lunch, zu verstehen. Wir bitten Sie, die für Ihre Fragestellungen relevanten Details aus steuerlicher und rechtlicher Sicht von Ihrem Steuer- bzw. Rechtsberater eingehend prüfen zu lassen, um den für Sie bestmögliche Einsatz unserer Produkte sicherzustellen. Wir übernehmen keine Haftung.

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