Umfrage zu Erholungsmodellen und Mental Health 2025

Erholung ist heute keine Flucht aus der Arbeit, sondern Teil ihrer Gestaltung. Immer mehr Menschen verabschieden sich vom starren Kalenderurlaub und entscheiden selbst, wann sie Energie brauchen und wie sie diese zurückholen.

Erholungskultur im Wandel

Die Umfrage zum Mental Health Month zeigt ein deutliches Bild: Menschen wollen heute selbst entscheiden, wie sie arbeiten und wie sie sich erholen, um so mental stabil und zufrieden nachhaltig arbeiten zu können. Klassische Urlaubsmodelle verlieren an Relevanz, wenn Flexibilität, Selbstverantwortung und Alltagspausen den Arbeitsrhythmus bestimmen. Es geht nicht mehr um Ferien sondern um Gestaltung.

„Es gewinnt heute nicht der, der am längsten durchzieht, sondern der, der die beste Pausenstrategie hat. Mental Health ist kein Wellness-Trend, sondern Leadership im 21. Jahrhundert.“

 

Erholungswende: Abschied vom klassischen Urlaub

Die klassische Pause wird durch den selbstverantworteten Rhythmus ersetzt: flexibel, individuell, alltagsnah. Es geht nicht mehr um mehr Freizeit, sondern um mehr Entscheidungsspielraum im Alltag.

Kernergebnis: 60 % möchten flexible Erholungsmodelle, nur noch ein Drittel hält am klassischen Urlaub fest.
Patrick Löffler: „Der klassische Urlaub im Kalender ist für viele einfach durch – das passt nicht mehr zur Realität von heute.“

Flexibilität schlägt Kalenderzwang in allen Generationen

Flexible Erholung ist nicht nur ein Trend junger Generationen sondern ein breiter gesellschaftlicher Wandel. Die 36–45-Jährigen entscheiden sich auffällig oft für Flexibilität, aber auch über 55-Jährige sind offen für neue Wege, ein klares Signal gegen Stereotype über unflexible ältere Arbeitnehmer.

Soziale Bindung stabilisiert

Der Austausch mit Familie/Freunden ist für 35,3 Prozent der wichtigste Stabilisierungsfaktor, motivierende Führung liegt mit nur 24 Prozent deutlich dahinter. 

Kernergebnis: Familie, Freunde und Selbstverantwortung stabilisieren mehr als Führungskräfte.
Patrick Löffler: „Es gewinnt heute nicht der, der am längsten durchzieht, sondern der, der die beste Pausenstrategie hat.“

Kernergebnis: Erholung ist kein Wellness-Trend, sondern eine Führungsfrage. 
Patrick Löffler: „Das ist keine Wellnessfrage, das ist eine Führungsfrage. Und zwar erstmal eine an sich selbst.“

Geschlechterunterschiede bei mentaler Gesundheit

Frauen haben eine stärkere Orientierung an sozialen Beziehungen und setzen eher auf Kontakt zu Familie und Freunden. Männer hingegen weisen eine stärkere Betonung von Selbstverantwortung und persönlicher Steuerung auf, wenn es um die mentale Gesundheit geht.

Work-Life-Balance: Von Trennung zu Integration

Nur noch ein Drittel wünscht eine klare Trennung zwischen Arbeit und Privatleben: 36,3 Prozent. Die Mehrheit bevorzugen flexible Ansätze: 63,7 Prozent. 

Kernergebnis: Klassische Balance-Modelle verlieren an Bedeutung, die Mehrheit setzt auf Integration und Flexibilität.
Patrick Löffler: „Freiheit ist nichts für Faule, Freiheit ist für Leute, die in Bewegung bleiben. Die sich fragen: Wie erhole ich mich eigentlich richtig? Und das dann auch ernst meinen."

Was bedeutet das für Unternehmen?

Nicht mehr Urlaubstage sind die Lösung, sondern mehr Entscheidungsspielraum. Moderne Arbeitgeber setzen dabei auf flexible Benefits, die echte Wahlfreiheit ermöglichen, zum Beispiel die Erholungsbeihilfe mit der givve Card.

Die Methodik

  • Umfrage von Appinio im Auftrag von givve, September 2025
  • 1.000 Befragte, Alter 16-65 Jahre, bundesweit repräsentativ für Alter und Geschlecht
  • Ziel war es, die veränderten Bedürfnisse von Berufstätigen im Hinblick auf Erholung, mentale Gesundheit und Work-Life-Balance zu analysieren.