Umfrage zu Digitalen Benefits 2025

Die aktuelle Umfrage zeigt: Im deutschen Benefit-Markt klafft weiterhin eine Lücke zwischen Anspruch und Realität.

Wunsch nach Benefits mit mehr Flexibilität

Die im November 2025 von YouGov durchgeführte Umfrage verdeutlicht, dass Beschäftigte heute digitale, flexible und alltagsnahe Benefits erwarten, die nicht als Zusatzleistung verstanden werden, sondern als Bestandteil moderner Arbeitskultur. Die Daten offenbaren keine kurzfristige Präferenzverschiebung, sondern eine strukturelle Entwicklung: Mitarbeitende steuern ihre Arbeits- und Lebensmodelle aktiver, digitaler und individueller als die Benefit-Systeme vieler Unternehmen es abbilden.

Kreisdiagramm mit fünf verschiedenfarbigen Segmenten.

Benefits sind noch lange kein Standard

Mehr als die Hälfte der Erwerbstätigen (54 %) erhält derzeit keinerlei Benefits und selbst dort, wo Benefits vorhanden sind, passen sie oft nicht zu den Bedürfnissen der Beschäftigten: Nur 23 % derjenigen, die einen Benefit erhalten, sind damit zufrieden; 12 % wünschen sich ausdrücklich mehr Flexibilität bei der Auswahl.

Mehr als Bonuszahlungen: Welche digitalen Benefits verbreitet sind

Die Umfrage zeigt, dass am häufigsten Bonus- und Prämienzahlungen angeboten (34 %) werden, gefolgt von sonstigen digitalen Benefits oder Zusatzleistungen (29 %) sowie Mobilitätszuschüssen (27 %). Auch Essenszuschüsse (21 %) und der steuerfreie Sachbezug (19 %) sind bei einem Teil der Befragten bereits im Einsatz. 

Balkendiagramm mit sieben Kategorien und Werten zwischen 9 und 34.
Balkendiagramm mit neun Kategorien und Werten zwischen 5 und 42.

Die beliebtesten Benefit-Formate

Wallet-basierte, flexibel einsetzbare Benefits werden zum bevorzugten Format der Beschäftigten. Work-Life-Wallets (42 %), Mobilitätszuschüsse (39 %) und Lifetime-Benefit-Wallets (39 %) bilden die Spitze der Nachfrage. Beschäftigte möchten kein vordefiniertes Leistungsportfolio mehr, sondern Budget- und Wahlfreiheit, Benefits, die sich an ihren Lebensstil anpassen, nicht umgekehrt.

Großer Wunsch nach Individualisierung

Die Möglichkeit, Benefits frei wählen zu können und an den eigenen Lebensstil anzupassen, ist für 45 % der Befragten sehr wichtig und für weitere 38 % immerhin wichtig. Dass zeigt, Beschäftigte bevorzugen personalisierte, nutzerfreundliche Angebote und wünschen sich mehr Kontrolle. 

Kreisdiagramm mit fünf Segmenten in verschiedenen Farben.
Fünf Balken in einem Diagramm mit Werten zwischen 5 und 37.

Digitale Dominanz bei den gewünschten Einlöseformen

Den digitalen Trend bestätigt die Zukunftsperspektive der Beschäftigten: 96 % wünschen sich digitale Einlöseoptionen. Allen voran die App (37 %), gefolgt von Karte (32 %) und Mobile Payment (27 %). Papiergutscheine spielen mit 21 % nur noch eine Nebenrolle und gelten damit als nicht zukunftsfähig. 

Digital Benefits als Employer-Branding-Hebel

Dass digitale Benefits nicht nur funktional, sondern kulturell relevant sind, zeigt sich beim Blick auf die Arbeitgeberattraktivität: Für 39 % würde ein digitales Benefit-Angebot den Arbeitgeber „auf jeden Fall“ attraktiver machen, weitere 39 % sagen „Vielleicht“. Nur 16 % sagen: „Nein“. Damit werden moderne, nutzerorientierte und mobil einlösbare Benefits zu einem strukturellen Faktor im Wettbewerb um Talente.

Kreisdiagramm mit vier unterschiedlich großen Segmenten.

Benefits als zentraler Faktor für die Arbeitgeberattraktivität

Unternehmen, die Benefits vernachlässigen, verschenken Potenzial in Bindung, Zufriedenheit und Employer Branding. Um einen Wettbewerbsvorteil im War of Talent zu erlangen, sollten Arbeitgeber auf digitale Benefits setzen, die Wahlfreiheit ermöglichen, zum Beispiel mit der givve Card für Sachbezug oder Essenszuschuss. 

Alle Details der Umfrage zum Download

Die Methodik

  • Umfrage im Zeitraum vom 12. bis 14. November 2025 im Rahmen des YouGov Omnibus Daily im Auftrag von givve.
  • 2.024 befragte Personen ab 18 Jahren, repräsentativ für die deutsche Bevölkerung nach Alter, Geschlecht, Bildung und Region.
  • Grundlage der Auswertung ist die Teilstichprobe der Erwerbstätigen.
  • Ziel der Befragung war es, den Status quo und die zukünftige Relevanz digitaler Benefits zu erfassen, einschließlich der Frage, welche Erwartungen Beschäftigte an moderne, flexible und nutzerfreundliche Benefit-Modelle stellen.