Arbeitswelt 2026: Studie zu Zufriedenheit und Wertschätzung

Eine repräsentative Civey-Studie im Auftrag von givve zeigt ein differenziertes Bild der Arbeitswelt in Deutschland. Die Mehrheit ist mit der eigenen Arbeit zufrieden, viele haben jedoch wenig Vertrauen in die Entscheidungen ihres Arbeitgebers. Eine große Mehrheit hat zudem den Eindruck, dass bei der Gestaltung der Arbeitswelt technologische und wirtschaftliche Ziele stärker im Mittelpunkt stehen als die Bedürfnisse der Menschen.

Ergebnisse im Überblick:

  • 63 Prozent sind mit ihrer derzeitigen Arbeit zufrieden, nur 18 Prozent unzufrieden.
     
  • 73 Prozent sagen, dass politische Debatten über Krankschreibungen und Arbeitsmoral ihr Gefühl schwächen, von der Politik als erwerbstätige Person wertgeschätzt zu werden.
     
  • 78 Prozent haben den Eindruck, dass bei der Gestaltung der Zukunft der Arbeit technologische und wirtschaftliche Aspekte stärker im Mittelpunkt stehen als die Bedürfnisse der Menschen.
     
  • 45 Prozent vertrauen darauf, dass ihr Arbeitgeber die richtigen Entscheidungen für die Zukunft des Unternehmens oder der Organisation trifft.

Die Mehrheit ist mit ihrer Arbeit zufrieden

63 Prozent sind mit ihrer derzeitigen Arbeit zufrieden, 19 Prozent neutral und 18 Prozent unzufrieden. Auch die persönliche berufliche Zukunft wird eher positiv als negativ bewertet: 50 Prozent blicken optimistisch auf die kommenden zwölf Monate, 25 Prozent pessimistisch. Bei den 30- bis 39-Jährigen liegt der Anteil der Optimistischen bei 71 Prozent.

Zurückhaltender fällt das Vertrauen in die Zukunftsentscheidungen des eigenen Arbeitgebers aus: 45 Prozent haben großes Vertrauen, 30 Prozent positionieren sich neutral und 25 Prozent geben ein geringes Vertrauen an.

Für fast die Hälfte hat sich die Arbeitssituation kaum verändert

49 Prozent geben an, dass sich ihre persönliche Arbeitssituation in den vergangenen zwölf Monaten weder verbessert noch verschlechtert hat. Bei 24 Prozent hat sie sich verbessert, bei 27 Prozent verschlechtert.

Bei den 18- bis 29-Jährigen berichten 39 Prozent von einer Verbesserung, bei den 30- bis 39-Jährigen 34 Prozent. Unter den 40- bis 49-Jährigen geben dagegen 36 Prozent an, dass sich ihre Arbeitssituation verschlechtert hat.

Wertschätzung wird unterschiedlich erlebt

52 Prozent der Erwerbstätigen fühlen sich von ihrem Arbeitgeber für ihre Arbeitsleistung wertgeschätzt, 28 Prozent nicht und 20 Prozent äußern sich neutral.

Deutliche Unterschiede zeigen sich nach beruflicher Stellung: Bei Führungskräften liegt die Zustimmung bei 62 Prozent, bei Angestellten bei 51 Prozent. Unter Arbeiterinnen und Arbeitern fühlen sich dagegen nur 38 Prozent wertgeschätzt, 41 Prozent verneinen dies.

Arbeitszufriedenheit und Wertschätzung ergeben damit unterschiedliche Bilder: 63 Prozent sind mit ihrer Arbeit zufrieden, 52 Prozent fühlen sich vom Arbeitgeber wertgeschätzt

Politische Leistungsdebatte schwächt das Gefühl von Wertschätzung

73 Prozent sagen, dass politische Diskussionen über Krankschreibungen und Arbeitsmoral ihr Gefühl schwächen, von der Politik als erwerbstätige Person wertgeschätzt zu werden. 17 Prozent widersprechen, 10 Prozent äußern sich neutral.

Bei den 50- bis 64-Jährigen liegt die Zustimmung mit 81 Prozent am höchsten.

Damit zeigt sich ein deutlicher Kontrast zur positiven Bewertung der eigenen Arbeit: Die politische Debatte über Leistung und Arbeitsmoral wird von vielen Erwerbstätigen als Belastung für ihr Gefühl politischer Wertschätzung wahrgenommen.

Bei der Zukunft der Arbeit sehen viele den Menschen im Hintertreffen

Die Frage nach Wertschätzung reicht über die aktuelle politische Debatte hinaus. 78 Prozent der Befragten haben den Eindruck, dass bei der Gestaltung der Zukunft der Arbeit technologische und wirtschaftliche Aspekte häufig stärker im Mittelpunkt stehen als die Bedürfnisse der Menschen. Lediglich 5 Prozent widersprechen.

Unter Führungskräften ist die Zustimmung mit 87 Prozent am höchsten, bei Arbeiterinnen und Arbeitern liegt sie bei 77 Prozent, bei Angestellten bei 76 Prozent.

KI spaltet die Beschäftigten

Beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz zeigt sich ein geteiltes Bild: 35 Prozent sagen, dass der zunehmende KI-Einsatz zulasten der Wertschätzung menschlicher Arbeit geht. Ebenso viele widersprechen, 30 Prozent äußern sich neutral.

Unter den 18- bis 29-Jährigen liegt die Zustimmung mit 51 Prozent am höchsten. Bei den 30- bis 39-Jährigen sind es 33 Prozent, bei den 40- bis 49-Jährigen 31 Prozent und bei den 50- bis 64-Jährigen ebenfalls 33 Prozent.

„Je stärker wirtschaftlicher und technologischer Wandel die Arbeitswelt prägt, desto wichtiger wird die Frage, welchen Stellenwert der Mensch darin behält. Leistungsfähigkeit und Wertschätzung schließen sich nicht aus“, sagt Patrick Löffler, Mitgründer und Geschäftsführer von givve.

Alle Details der Umfrage zum Download

Benefits als Baustein einer attraktiven Arbeitswelt

Die Ergebnisse zeigen: Arbeitgeberattraktivität entsteht nicht allein durch Gehalt oder einzelne Maßnahmen. Entscheidend ist, wie Beschäftigte ihren Arbeitsalltag erleben und ob sie sich wertgeschätzt fühlen. Benefits können dabei einen konkreten Beitrag leisten – insbesondere dann, wenn sie einfach nutzbar sind, zum Alltag der Beschäftigten passen und echte Wahlfreiheit bieten. Digitale Lösungen wie die givve Card ermöglichen Unternehmen, Benefits wie den Sachbezug oder Essenszuschuss flexibel und unkompliziert bereitzustellen.

Die Methodik

Civey hat für givve vom 31. August bis 3. September 2026 online 1.000 Erwerbstätige ohne Selbstständige befragt. Die Ergebnisse sind aufgrund von Quotierungen und Gewichtungen repräsentativ unter Berücksichtigung des statistischen Fehlers von 5,3 bis 5,6 Prozentpunkten beim jeweiligen Gesamtergebnis.